Donnerstag, 2. April 2015

#DIY-Freebie: Einfacher & Exquisiter Jutebeutel

DIY - Anleitung für meinen einfachen, verspielten und exquisiten Jutebeutel


Hallo Ihr Lieben,


Hier findet ihr die Anleitung für einen sehr einfach anzufertigenden Jutebeutel. 

Ich habe ihn damals um 2010 herum entworfen auf meinem alten Blog punkerbarbie auch veröffentlicht.

Er lässt sich leicht durch verschiedene Verzierungen und diverse Stoffe, gemustert oder zum Beispiel selbst bedruckt, ganz leicht individualisieren.


Das Stoffmuster habe ich auch für meinen 50'ies Look Rockabilly Wickelrock genommen.







Was du dazu brauchst:



-   Ein Stoffstück, je nach gewünschter Endgröße, bei mir sind es zum Beispiel 44 cm in der Länge und in der Breite 25 cm, inklusive Nahtzugabe



-   Stecknadeln, Schneiderkreide zum markieren der Linien wo ihr schneiden werdet, ein Maßband und eine Stoffschere.



-   Organzaband in der gewünschten Länge für die Träger (verschieden Variationen sind möglich) und einem Stück für eine dekorative Zierschleife





Ihr benötigt ein Stoffstück eurer Wahl. Es sollte mindestens 25 cm breit sein, hier ist in meinem Fall die Nahtzugabe von einem Zentimeter pro Seite bereits enthalten. In der Länge habe ich inklusive Nahtzugabe 44 cm zugeschnitten.  Auf dem folgenden Foto seht ihr mein Exemplar vor dem zuschneiden, ich habe als Orientierungshilfe ein DIN A4 Blatt genommen, so dass es leicht hineinpasst, die Nahtzugabe ist dort mit eingerechnet.



Nun seht ihr ein Bild, auf welchem Ich meinen Stoff bereits zugeschnitten habe, Achtet bitte bei gemusterten Stoffen darauf was am Ende zu sehen ist, damit ihr möglichst viel aus eurem Jutebeutel herausholen könnt und euer Muster richtig und gut zu sehen ist.  





Da alle beiden Seiten der zugeschnitten Stoffstücke offen sind und ich ohne Stoffkante gearbeitet habe, werden beide Teile mit dem Muster auf der Innenseite rechts auf rechts (entspricht der gemusterten Seite) aufeinander gelegt, festgesteckt und bis auf die obere Seite zuerst mit einem geraden Stich aneinander genäht. Die Seite die oben sein soll wird ausgespart und im nach hinein später umsäumt. 








Bevor ihr an das Nähen geht, legt vor dem abnadeln nochmals ein Blatt Papier auf, um zu prüfen ob es mit der ein Zentimeter Nahtzugabe weit und lang genug ist. Im Anschluss könnt ihr umgehend alles mit der passenden Nahtzugabe von Beispielsweise einem Zentimeter alles abnadeln.








Doch jetzt wird der nächste Arbeitsschritte nach dem zusammensteppen alles mit einem ZickZack-Stich einmal umnäht, damit der Stoff nicht ausfranst.








Wenn ihr an den Ecken seit, stoppt ihr einfach beim Nähen dort, wo die Nahtzugabe der anderen Seite liegt, achtet darauf dass die Nähnadel der Nähmaschine im Stoff steckt. Dann hebt ihr das Füßchen nach oben, dreht das Stoffstück in welchem die Nadel drin steckt so, dass ihr mit dem geraden Steppstich die kommende Seite einfach weiter nähen könnt. Wie ihr auf dem folgenden Bild sehen könnt, habe auch ich meinen Beutel so zusammengenäht. Beim ZickZack-Stich habe ich diesen kleinen Trick auch genutzt.


Der ZickZack-Stich muss nicht exakt auf der äußeren Kante, das heißt genau am Rand der Textilie liegen, er kann auch etwas weiter an der geraden Naht wie bei mir gesteppt werden.  Nach dem vernähen habt ihr eure Tasche an allen vier Seiten kurzerhand versäumt. Im nächsten Arbeitsschritt wird der obere Rand der Tasche, welche offen ist eingeschlagen und mit einem Geradstich versäumt. Vergesst bitte nicht die Nähmaschine vorher wieder auf einen geraden Stich in gewünschter Stichlänge umzustellen. Zu dieser kleineren Näharbeit habe ich leider kein Foto. Schlagt einfach den oberen Rand doppelt ein, steckt ihn gut sichtbar mit Nadeln fest und steppt ihn mit dem geraden Stich von innen (der linken Seite, diese muss zu euch zeigen) ab.


Hier seht ihr ein Foto vom festgesteckten Band (Rechts unten von dir aus gesehen)  und wie es angenäht wird gleich daneben (Links unten von dir aus gesehen).



Nun kommt das Band zum Einsatz, in meinem Falle ein orangenes Organzaband.


Ich habe mein Band außen mit einer Schlaufe auf der rechten (gemusterten) Stoffseite mit einer Stecknadel festgesteckt. Da es mir gefiel, nahm ich das Organzaband vor dem feststecken doppelt. Somit entstand eine Schlaufe. Das Band habe ich vorne auf der rechten Seite der Tasche festgesteckt und angenäht. Auf der Rückseite habe ich es auch auf der rechten Seite festgesteckt und angenäht. 




Insgesamt hat meine Tasche damit einen Träger, der an der Tasche „schräg“ angebracht ist. Es sind auch zwei Träger denkbar, entweder überkreuz oder pro Seite einen, wie ihn die regulären Jutebeutel haben. Je nach belieben.


Als vorletzten Schritt kannst du nun dein Werk umdrehen, damit das Muster außen für dich sichtbar ist und im letzten Schritt ein Band durch die Schlaufe ziehen, zu einer Schleife zusammen binden oder zu einem Knoten machen.






Dann ist dein exquisiter Jutebeutel fertig und einsatzbereit, zum Beispiel als schöne Sonntagskitschtasche oder als Zierbeutel, in welchen du unter anderem deine schönsten kleineren Stoffstücke aufbewahren kannst oder deine Schnittmuster gerollt hinein stecken kannst. Die beiden letzteren Lösungen habe ich als guten und dankbaren Ansatz zu der Verwendung meines Jutebeutels genutzt. 

Und hier darfst du gerne meinen fertigen Jutebeutel dir ansehen.







Viel Freude beim nacharbeiten! Sei kreativ!

herzlichste Grüße
LaFleur

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